Der zweite Tag

Es ist der friedlichste Morgen den man sich vorstellen kann,

Maurice iuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu8i8i8 probiert die Tastatur aus, hat den Schnofel schon in meinem Kaffeehäferl gehabt (interessant, aber nix für ihn hat er beschlossen – super, somit ist das Thema erledigt).

Seinen Themesong hat er sich heute bereits zweimal angehorcht, mag er. Und jetzt robbt er langsam immer näher zu mir, knetet die Felldecke durch und ist nach einer halben Stunde Annäherung auf meinem Schoß angelangt (für die zwei Zeilen hab ich jetzt 20min gebraucht, er fordert sehr nachhaltig bereits Streicheleinheiten ein und auf der Decke liegen kann man auch nur, wenn meine Hand dort liegt).

Er ist noch so unpackbar klein, ich hab’ fast Angst ihn stärker zu streicheln, ich spür die Rippen wenn ich ihn vorsichtig wuschel – ihm ist das wurscht, er will kräftiger angegriffen werden. Schnurren tut er wie ein Steyr Traktor, sehr laut, sehr vibrationsstark und man hört’s ein Zimmer weiter, und wie’s im Moment aussieht, könnte er ein Schoßkater werden.

Jetzt gerade hockt er auf der Schoß während ich die Tastatur bearbeitet, der holt sich immer wieder die Hand zu sich – ich glaub’ das wird, genau so hätte ich mir das gewünscht. Katze am Schoß während ich arbeite (ja, damit sollte ich auch irgendwann wieder beginnen).

Coco hat mich in der Früh freundlich begrüßt, eine Runde mit mir geschmust, jetzt hat sie sich absentiert und kümmert sich um Bijou die wieder unter der Couch hockt.

Wenn sie nicht gerade die DenMother gibt, ist sie allerdings eine absolute Klette, egal wie ich mich hier bewege sie geht links bei Fuß, stellt sich alle zwei bis drei Schritte auf die Hinterbeine und geht zwei Schritte aufrecht, den Kopf an mein Knie pressend. Hab’ ich bei einer Katze noch nie gesehen .. hat ein bisserl was von einem Zirkuspony, Video folgt.

Ich werd’ mich jetzt ebenfalls absentieren, im Untergeschoß liegen noch ein paar Dinge rum die ich noch sichern/wegräumen möchte, Peter gibt der Futterstation im Obergeschoß den letzten Schliff.

Nachdem die beiden uns bereits als Vertrauenspersonen akzeptieren und uns teilweise auf Schritt und Tritt folgen werden wir heute so gegen Mittag vermutlich die Tür zum restlichen Haus öffnen.

Über unsere Home Automation bin ich sehr froh, wir haben gesehen dass einige Fenster durchaus noch zusatzgesichert gehören weil sie von oben zugänglich sein könnten, wenn’s die Katzen auf irgendwelche Kästen rauf schaffen (und das werden sie schaffen).

Somit im ersten Schritt werden die fraglichen Fenster nur unter Aufsicht gekippt, die Vollautomation wird später wieder aktiviert.

Links im Bild der “Fluffy”, die optische Rückmeldung (davon gibt’s einen praktisch in jedem Zimmer in Sichtweite). Die Lichter auf der rechten Seite zeigen mir, was in welchem Geschoß geöffnet ist:

– Obergeschoß gelb (mind. ein Fenster ist gekippt)

– Erdgeschoß grün (Fenster und Türen sind geschlossen und versperrt)

– Perimeter (alle Türen und Tore zum und auf dem Grundstück sind geschlossen)

Somit – guten Morgen euch allen,

ich schnapp’ jetzt den dritten Kaffee und dann geht’s los hier!

PS: nachdem die Bande Steve Miller leiwand fand wird sie aktuell mit der “bayrischen Band” bekannt gemacht – das muß sein, ich bin ein glühender Fan der Spider Murphy Gang

Die Fluffies sind ebenfalls im Wired System drinnen (bei denen mag ich mich nicht auf Funk verlassen, die müssen bombenfest funktionieren). Sorry für für den kurzen Exkurs, aber das ist eine der Automationen die mir die liebste hier ist – der komplette Status des Hauses auf einen Blick über die Farbcodes an der Wand.

Die Logik passiert im Home Assistant, schaltet einen Meta-Fluffy der die Farben (und die Helligkeit der Farben im Laufe des Tages) auf alle Fluffies im Haus verteilt.

Die Fenster-/Türsensoren sind größtenteils fix verkabelt, Kippsensoren gibt’s leider nur mit Funk, da bin ich aber wie der Teufel dahinter her dass die permanent mit frischen Akkus versorgt werden (Battery Notes lässt grüssen), die Nuki meldet auch ultraverläßlich.

Links oben ist Wasser (egal ob von oben – Regen – oder von unten – Bewässerung),

Links mittig ist im Moment nur der Indikator ob Post da ist, der ist noch frei für künftige Aufgaben,

Links unten ist Heizung/Warmwasser.

Das Ding ist ultrapraktisch, vor allem weil der letzte Fluffy beim Haupteingang ist und man mit einem Blick sieht, ob im EG/UG noch irgendwo ein Fenster gekippt ist (geht gar nicht!) oder im OG noch ein Fenster gekippt ist (akzeptabel) oder eine der Balkontüren noch offen ist (nicht akzeptabel beim Verlassen des Hauses).

Das System haben wir jetzt seit 3-4 Jahren in diversen Komplexitätsstufen im Einsatz, ist super.

Warum gibt’s heute noch keine Fotos?

Tchuligom,
wir sind am Vorbereiten der großen Türöffnung,
haben gerade einen Ikea-Run hinter uns (seit dem Einzug ins Haus fehlt bei der Kommode eine Schubladenabdeckung, da steht nämlich die USV dahinter und die Blinkenlights sind so beruhigend beim Einschlafen).

Gerade heimkommen ist jetzt ersteinmal die ganz große Pause (kurzes Foto der unpackbaren Riesenlatschen) bevor’s wieder runter ins UG geht, restliches Klumpert das sich so in den letzten Jahren in dem gemütlichen Stauraum unter den Stiegen angesammelt hat wegräumen.


Coco ist eine ausserordentlich fesche Lady, aber beim Fotografieren hat sie eine Begabung – sie schaut immer drein wie eine Kuh wenn’s donnert.

Teaserfoto Bijou
Teaserphoto Bijou
Noch ist die Muschel ein bisserl viel zu gross für ihn ..
Noch ist die Muschel ein bisserl viel zu gross für ihn ..

Die Tür

Wir sitzen auf der Couch und warten …Maurice schläft in der Muschel, Coco verweigert den “Kaisermühlen Blues” und genießt die Abwärme oder statische Elektrizität oder wasauchimmer hinter dem Fernseher.

Sobald sie hervorkommt und Streicheleinheiten einfordert (das macht sie unheimlich gerne, indem sie “bei Fuß” geht) werde ich mich erheben und mit ihr gemeinsam das Zimmer verlassen, durch die Küche gehen und die Tür öffnen.

Danach liegt’s an ihr .. das Erdgeschoß erkunden oder die oberen Räumlichkeiten. Ich hoffe dass sich Bijou nicht bei der ersten Gelegenheit ins UG verdrückt, aber wenn, dann wär’s auch okay.

Sobald die Tür offen ist, gibt’s nur noch einige wenige Zimmer die versperrt bleiben – die Werkstatt, der Serverraum, das Dachgeschoß. So blitzblank wie jetzt war das Haus vermutlich seit Fertigstellung nicht mehr (und wird’s wohl auch nie wieder werden). Ich hoffe, wir haben nichts vergessen.

Und wenn alles passt, wird am Ende des Tages die Tür ausgehängt und kommt wieder runter ins Lager. Wir leben offen.

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